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Verpflegung in der Schule - Empfehlungen

Hier finden Sie Hilfe durch Tipps und Richlinien rund um eine gesunde als auch wohlschmeckende Ernährung vor und während des Schulvormittags.

Die jüngsten Statitiken sind alarmierend! Immer mehr Schulkinder und Jugendliche in Deutschland sind übergewichtig und leiden an ernährungsbedingten Krankheiten wie z.B. Diabetes mellitus. Bewegungsmangel ist eine Hauptursache dieses Missstands, falsche bzw. einseitige Ernährung die andere.
Wie Sie Ihrem Kind vor und während des Schulvormittags sowohl gesunde als auch wohlschmeckende Ernährung bieten können, möchten wir Ihnen hier mit Hilfe einiger Tipps näher bringen – denn gesunde Ernährung bedeutet nicht absolute Zucker- oder Fettfreiheit, nicht „Kaloriensparen“ und schon gar nicht Verzicht auf Genuss.

Geeignete Pausensnacks für die Schule:

  • Frisches Obst und Gemüse! 5 Portionen Obst und Gemüse sind für den täglichen Bedarf an Vitaminen, Ballaststoffen, Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen angemessen. „Gemüsemuffel“ lassen sich durchaus ansprechen, wenn z.B. die Paprikaschote in appetitliche Stückchen geschnitten ist.
  • Vollkornbrot und –brötchen dünn bestrichen mit Butter, Margarine, Frischkäse und belegt mit Wurst oder Käse (beides fettarm) – auch hier gilt: Kleinere Happen sprechen besonders jüngere Kinder an!
    Außerdem: Salatblätter, Tomaten- oder Gurkenscheiben zwischen den
    Brotscheiben sehen nicht nur lecker aus, sondern geben dem Kind noch
    zusätzliche Nährstoffe mit auf den Weg.
  • Milch und Milchprodukte (Joghurt, Quark) sind für Kinder täglich wichtig
    (besonders aufgrund des hohen Calciumgehalts!)
  • Zu jeder Mahlzeit: ausreichend Mineralwasser, Fruchtschorlen oder (nicht bzw.
    wenig gesüßte) Frucht- oder Kräutertees. Fruchtsäfte enthalten viel Zucker,
    weshalb sie am besten mit Mineralwasser verdünnt werden.
    Milch zählt übrigens zur Kategorie der Nahrungsmittel!
  • Kleine Überrauschungen, vor allem in Form von Nüssen.

Süßigkeiten, wie Schokoriegel und Bonbons, Nuss-Nougat-Creme, Kuchen oder
Marmalade sollten nicht tabu sein, aber auf keinen Fall täglich auf dem Speiseplan
stehen, denn sie enthalten viel Zucker und Fett.
Für Pommes frites, Pizza und Ähnliches gilt ebenfalls, dass sie nur gelegentlich
konsumiert werden sollten.
Bitte beachten Sie auch: Colagetränke, Kaffee und schwarzer Tee sind aufgrund ihres Koffeingehaltes noch nicht für Kinder geeignet.

Tipps

  • Frühstück Sie mit der Familie schon zu Hause: Gehen Sie mit gutem
    Beispiel voran! Nehmen Sie sich selbst Zeit für mehr als nur eine hastige
    Tasse Kaffee und gewöhnen so Ihrem Kind an, morgens eine kraftspendende
    Mahlzeit zu sich zu nehmen.
  • Verwenden Sie bunte Brotdosen: Darin bleiben die Pausensnacks
    länger frisch und werden nicht zwischen Schulbüchern zerknautscht.
  • Bringen Sie Abwechslung auf den Speiseplan!

Weitere Informationen finden Sie auch im Bereich zuckerfreier Vormittag

Wussten Sie schon, ...

  • dass Kinder im Schulalter für den Aufbau von Zähnen und Knochen eine tägliche
    Aufnahme von 900 bis 1.200 Milligramm Calcium benötigen? Besonders reichlich vorhanden ist Calcium in Käse und anderen Milchprodukten. Allgäuer Emmentaler z.B. ist ein wahres Calcium-Wunder.
  • dass die Fettqualität wichtiger ist als die Fettmenge? Es sollten ausreichend hochwertige, d.h. (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren konsumiert werden; diese sind z.B. in Nüssen, Kernen, Samen und Rapsöl enthalten. Tierische Fette (Fleisch, Wurst, Buttter etc.) sollten in kleinen Mengen genossen werden.
  • dass die sog. „Zuckerkrankheit“ (Diabetes mellitus) nicht durch Zucker, sondern oft durch Übergewicht bedingt ist? (Was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass extensiver Zuckerkonsum durchaus zu Übergewicht führen kann!)
    Moderater Zuckerkonsum schadet auch nicht den Zähnen, sofern die Zähne nach dem Genuss von Zucker geputzt werden und die Fluoridversorgung gewährleistet ist.
  • dass moderater Salzkonsum nicht zu Bluthochdruck, Osteoporose und Krebserkrankungen führt? Es empfiehlt sich die Verwendung von Jodsalz, dem außerdem Fluor und Folsäure zugesetzt wurden.

 

Quellenangaben & Links