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„Verrückt? Na und! – Seelisch fit in der Schule“

„Nicht die Dinge an sich beunruhigen uns, sondern die Meinungen, die wir über die Dinge haben.“ Paul Watzlawick

Themenbereich: Suchtprävention & Gewaltprävention
Kurzbeschreibung: Unterstützung bei Präventionsvorhaben und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung durch Gestaltung eines Schultages.
Typ: Veranstaltung
Zielgruppe:
  • Schulen als ganzes
  • Lehrkräfte
  • Schülerinnen und Schüler
  • Eltern
Beschreibung: Das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“ richtet sich an 14- bis 20- jährige Jugendliche,
findet in der Schule statt und dauert einen Schultag. Es orientiert sich an den
Bedürfnissen der Schüler und lebt von der Interaktion aller Beteiligten. Durch den
Projekttag führt ein Team, bestehend aus Moderatoren (Professionelle aus dem
Bereich der psychiatrischen Versorgung u. a.) und Experten in eigener Sache – das
sind hier Menschen, die psychische Krankheit und Krisen erfahren und durchlebt
haben, und diese Erfahrungen, aufgrund ausreichender Auseinandersetzung mit der
eigenen Situation gut weitergeben und vermitteln können. Die Teammitglieder
arbeiten auf gleicher Augenhöhe miteinander. Ziel des Schulprojektes ist es die
Schüler für psychische Gesundheit zu sensibilisieren, Prävention zu fördern und den
offeneren und toleranteren Umgang gegenüber Menschen mit psychischen
Erkrankungen zu bewirken. Über die Bekanntschaft mit psychisch erkrankten
Menschen haben Schüler die Gelegenheit, ihr eigenes Leben zu reflektieren und
Handlungsideen zur Förderung ihrer eigenen Gesundheit zu entwickeln.
Ein Projekttag lässt sich in drei Teile gliedern:

Teil 1: Sensibilisieren für das Thema „Psychische Gesundheit/ Wohlbefinden“ im
weitesten Sinne:
Über ein freies Gespräch in der gesamten Gruppe die Thematik psychische
Krankheit/ psychische Gesundheit eingeführt. In Anknüpfung an ihr Erleben und
ihre Erfahrungen setzen sich die Schüler mit ihrer Einstellung und ihren
bisherigen Erfahrungen mit psychischer Krankheit und Gesundheit
auseinander. Anhand von verschiedenen Methoden und Gruppenspielen
werden aufgegriffene Themen vertieft.

Teil 2: Glück und Krisen. Die Grenzen dazwischen sind fließend:
Hier setzen sich die Schüler mit ihrem Selbstbild und ihrer Vorstellung vom
Leben auseinander. Anschließend werden in Kleingruppenarbeit verschiedene
Texte zur Thematik bearbeitet und diskutiert, um im Anschluss die Ergebnisse
der gesamten Gruppe vorzustellen.

Teil 3: Gesprächsrunde mit Experten in eigener Sache:
An dieser Stelle lernen die Schüler „offiziell“ Menschen mit psychischen
Erkrankungen kennen - Die Experten in eigener Sache, die von Beginn an
anwesend und aktiv sind, „outen“ sich an dieser Stelle und erzählen von dem
Verlauf ihres Lebens, ihrer Krankheitsgeschichte, wie sie sich selbst erlebt
haben, was ihnen geholfen hat und wie sie ihr Leben heute leben.
Im anschließenden Gruppengespräch können die Schüler den Experten in
eigener Sache Feedback geben, sowie Fragen stellen und sich selbst in Bezug
auf ihre Haltung gegenüber psychischen Krankheiten und die für sie damit
verbundenen Bilder, sowie die möglichen Auswirkungen von psychischen
Krankheiten reflektieren.
Unsere Erfahrungen sind, dass selbst wenn die Schüler an den ersten beiden Teilen
unterschiedlich interessiert sind, sie im dritten Teil alle mucksmäuschenstill zuhören
wenn zwei Menschen ihre Lebensgeschichte mit ihnen teilen. In erster Linie
beeindruckt die Offenheit der Experten, der Mut sich zu öffnen, das Vertrauen, dass
sie in diesem Moment der Klasse schenken. Und dann beeindrucken
selbstverständlich die Geschichten der Experten an sich.
Viele der Schüler bedanken sich für die Offenheit, sind beeindruckt von dem Mut und
ein häufiges Feedback ist auch, dass sie meist nie dachten, dass diejenige Person,
die sie schon den halben Vormittag um sich hatten „ein/e Verrückte/r“ ist.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis eines Projekttages ist, dass zu beobachten ist, und
dies im Nachhinein auch durch die Schüler kommuniziert wird, sich durch den
Austausch der Schüler untereinander der Klassenverband stärkt, die Schüler
untereinander mehr Vertrauen zueinander fassen und evtl. auch mehr Verständnis
füreinander entwickeln.

„Ab heute weiß ich, Drogen sind echt Scheiße. Das haben uns die Lehrer schon immer eingetrichtert. Aber irgendwie probiert man es doch. Janine war heut bei uns in der Klasse und hat mir die Augen geöffnet. Hätte nie gedacht, was sie schon durchgemacht hat. Und die blöden Drogen haben alles noch schlimmer gemacht in ihrem Leben. Hut ab vor ihr und wie sie das geschafft hat, wieder gesund zu werden.“
Johannes


„Mir hat gefallen, wie offen wir heute in der Klasse waren. Das gab es glaub' ich noch nie. Und dass unsere Lehrerin auch ein bisschen von sich erzählt hat, wie es ihr ging, als sie so alt war wie wir. Und dass jeder Mensch auch psychisch krank werden kann, das habe ich so noch nicht gewusst. Ich dachte, das sind nur die Psychos oder wie man so sagt.“
Katja
Aufwand:
Kosten: n.V.
Dauer/Zeit: 1
Tage
Veranstalter "Organisation": Sozialpsychiatrischer Verein Darmstadt
Straße, Hausnummer: Erbacher Straße 57
PLZ, Ort: 64287 Darmstadt
Telefonnummer: 06151-2794171
Ansprechpartner: Elke Altwein
E-Mail: elke.altwein(at)spv-da.de
URL: www.sozialpsychiatrischer-verein.de
diese URL zum Verschicken: http://www.schuleundgesundheit.hessen.de/zielgruppen/eltern/angebote-der-partner/angebot-im-detail.html?tx_lwhkmoffer_pi1[showUid]=222