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Einführung

In diesem Bereich möchten wir den Schulen Hinweise, Materialien, Ansprechpartner und interessante Links bereit stellen, die die Umsetzung des aktuellen Erlasses zur Verkehrserziehung & Mobilitätsbildung unterstützen können.

Wenn Sie eigene Ideen, Praxisbeispiele entwickelt haben, von denen Sie glauben, dass sie anderen Schulen helfen können, den Erlass mit Leben zu füllen, dann nehmen wir diese Anregungen und Beispiele gerne auf. Auch über Hinweise auf interessante Materialien, Angebote und Internetseiten freuen wir uns und werden diese dann hier zugänglich machen. Schicken Sie doch Ihre Anregungen an die Servicestelle von S&G, Herrn Reiner Mathar.

Externe Kooperationspartner oder Anbieter können Ihre Angebote auch gerne direkt in das Angebotsregister eintragen. Wir werden diese Angebote nach einer kurzen Prüfung dann veröffentlichen.

 

Fahrradausbildung

 

Zur Vorbereitung der Radfahrausbildung bedarf es der Schulung der psychomotorischen Fertigkeiten zur sicheren Nutzung von Zweiradfahrzeugen wie Roller und Fahrrad beispielsweise im Sportunterricht oder in der täglichen Bewegungszeit.

Die Schüler im 3. und 4. Schuljahr und deren Eltern müssen rechtzeitig auf die praktischen Übungen in der Jugendverkehrsschule vorbereitet werden. Die beteiligten Lehrkräfte und Polizeibeamtinnen oder -beamten verständigen sich über die Ziele, die Methoden und Arbeitsmaterialien und klären ihre Rollen. Die Jugendverkehrsschulen bieten ein Ausbildungsprogramm an wie es im Erlass „Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung durch Schulen und Polizei“ vom 22. Dezember 2009 geregelt ist,. Die praktischen Übungen werden durch besonders geschulte Polizeibeamtinnen oder -beamte in Anwesenheit und unter Mitwirkung von Lehrkräften der Schule geleitet.

Die Landesverkehrswacht Hessen e.V. stellt den Schulen Grundlagenmaterial (Übungsbogen, Fahrradpass, Aufkleber etc.) zur Verfügung.

Unterricht und Übungen im öffentlichen Verkehrsraum sind grundsätzlich Teil der Arbeit der Jugendverkehrsschule, wenn die personellen, organisatorischen und verkehrsmäßigen Voraussetzungen vorhanden sind; sie sind besonders sorgfältig vorzubereiten.

 

Mobilitätsbildung

Die Mobilitätsbildung soll Schülerinnen und Schülern dabei helfen, die Kompetenzen zu erwerben, die sie für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltung ihrer Mobilität benötigen, soll sie befähigen nachhaltige Lebensstile zu entwickeln und zu verwirklichen.

Die Befriedigung der Mobilitätsbedürfnisse hat unterschiedliche Auswirkungen auf das soziale Gefüge unserer Gesellschaft, auf Umwelt und Klima und hat ebenso stark ausgeprägte ökonomische Wirkungen. Schülerinnen und Schüler zu befähigen, diese Zusammenhänge zu erkennen, zu hinterfragen und eigene begründete Entscheidungen zu treffen und ein daraus abgeleitetes Handeln umzusetzten, muss der zentrale Ansatz von Mobilitätsbildung sein.

In und um den schulischen Alltag gibt es vielfältige Bezüge zur Mobilität und zum Verkehr:

-       die Schülerinnen und Schüler legen den Weg zur Schule auf unterschiedliche Weise zurück;

-       Klassenfahrten und Exkursionen sind ebenfalls Elemente ihrer Mobilität.

Die schulische Mobilitätsbildung muss an diesen Zusammenhängen ansetzen und sie zur Mobilitätsbildung nutzen:

-       Die Schulwegeplanung und die Kommunikation hierüber mit Eltern und Schülerinnen und Schülern muss auch die Verkehrsmittelwahl und die Auswirkungen auf Mensch (Lärm, direkte Emissionen) und Umwelt ( Emissionen, Energieverbrauch und Auswirkungen auf das Weltklima) zum Thema machen.

-       Bereits in der Grundschule können Maßnahmen wie Walking bus, zu Fuß zur Schule oder Regelungen, die den Autoverkehr durch Eltern rund um das Schulgelände reglementieren besprochen und gemeinsam umgesetzt werden. Bereits Grundschülerinnen können hieran aktiv beteiligt werden und können so den Sinn der Regelungen nachvollziehen.

-       Die mit der Durchführung von Klassenfahrten und Exkursionen verbundene Mobilität sollte hinterfragt werden und kann nachhaltig gestaltet werden. Schülerinnen und Schüler sollten in die Planung aktiv einbezogen werden und können so eigenständig ihre Mobilität planen lernen: wie kommen wir an unser Ziel, wann fahren öffentliche Verkehrsmittel und was kostet es, können wir das angestrebte inhaltliche Ziel der Klassenfahrt oder der Exkursion auch an einem anderen, besser zu erreichendem Ort realisieren.

-       Auf die Fahrradprüfung sollte die Beschäftigung mit der schulischen Nutzung folgen. Welche Infrastruktur – Fahrradwege, Karten, Abstellmöglichkeiten muss es / kann es an unserer Schule geben, wo können wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aktiv etwas umgestalten.

-       Schulwegepläne weiterführender Schulen sollten noch stärker den Schulweg mit dem Fahrrad ins Ziel nehmen und gemeinsam mit Eltern, Schulträger und Polizei nach sicheren und akzeptierten Lösungen suchen.

-       Die Rolle und die Leistungen des ÖPNV im Rahmen der regionalen Mobilität sollten systematisch in die Planung schulbezogener Mobilität einbezogen werden und auch der Aspekt des Verkehrsmittelmixes erfahrbar gemacht werden.

-       Studienfahrten, Klassenreisen und Austauschmaßnahmen sollten auch auf die Frage der Verkehrsmittelwahl hin reflektiert werden. Hierdurch haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Reiseplanung auch unter diesem Aspekt kennen zulernen und können dies später in eigene Reiseentscheidungen umsetzen.

Unterstützung und Partnerschaft – gemeinsam Konzepte nachhaltiger Mobilitätsbildung entwickeln und umsetzen!

Die schulische Mobilitätsbildung sollte bereits von Anfang an lokale regionale Partner in die Arbeit einbeziehen. Fahrradinitiativen, Fahrradclubs, Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen können wichtige Hilfen leisten.

Materialhinweise

Hier finden Sie Hinweise auf hilfreiche Materialien zur Mobilitätsbildung. Diese werden laufend aktualisiert.

 

  • Nachhaltige Mobilität in der Schule - Beratungsleitfaden für allgemeinbildende Schulen, Hrsg. Umweltbundesamt Fachgebiet Umwelt und Verkehr. Die Broschüre können Sie hier herunterladen.
  • Planungshilfe Nachhaltige Klassenfahrten, Hrsg. Verkehrsclub Deutschland (VCD). Diese Broschüre können Sie hier herunterladen.
  • Imagekampagne ÖPNV -ein Beitrag zur nachhaltigen Mobilität, Hrsg, Naturfreundejugend Deutschland. Projektbeispiele und Tipps zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV bei Jugendlichen. Die Broschüre können Sie hier herunterladen.
  • CO2nnect - Ein Portal zur nachhaltigen Mobilität, im Rahmen eines EU-Projektes ist ein Portal zum Carbon footprint durch schulische Mobilität entstanden. Schulklassen können hier den Fußabdruck  berechnen lassen, den der Weg von und zur Schule erzeugt. Inzwischen nehmen hunderte Schulklassen aus aller Welt teil, tauschen ihre Erfahrungen aus und Stellen ihre Projekte vor. Daneben werden auch Materialien und Hinweise eingestellt. Die Seite ist in 12 Sprachen erstellt - auch in Deutsch, so dass auch Grundschulen mit machen können. Zur Startseite gelangen Sie hier.