Statement zur Gesetzesänderung: »Jeder Bürger sollte eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung treffen«
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation begrüßt, dass sich die Politiker aller Fraktionen auf eine Entscheidungslösung bei der Organspende geeinigt haben.
Dies sei ein positives Signal für alle Patientinnen und Patienten auf der Warteliste und schenke vielen Familien neue Hoffnung, erklärt der Medizinische Vorstand der DSO, Prof. Dr. Günter Kirste. Er sieht in der Entscheidungslösung einen geeigneten Weg, um die große Diskrepanz zwischen in Umfragen geäußerter Zustimmung und dokumentiertem Willen im Organspendeausweis zu verringern und die Auseinandersetzung mit dem Thema aktiv zu fördern. Die meisten Menschen würden im Bedarfsfall eine Organspende dankbar annehmen, von daher sei es legitim, jeden einzelnen Bürger nachdrücklich und regelmäßig aufzufordern, seine Entscheidung zu treffen. mehr
Diskussion zur Organspende erhält neue Impulse
Die Diskussion zur Organspende in Deutschland erhält derzeit neue Impulse durch einen Zwischenbericht des Deutschen Krankenhausinstituts. Dabei geht es um ein Projekt, das die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium und der Deutschen Krankenhausgesellschaft in 2010 gestartet hat, um die Situation der Organspende zu verbessern.
Die Inhousekoordination sieht einen oder mehrere Krankenhausmitarbeiter vor, die dafür sorgen, dass die DSO als Koordinierungsstelle für die Organentnahme über mögliche Organspender informiert wird. Zudem berichten diese Mitarbeiter der Koordinierungsstelle quartalsweise über die Organspendesituation in ihrer Einrichtung. Auf diese Weise soll eine engere Verzahnung zwischen Krankenhäusern und DSO gewährleistet werden. mehr
Rückgang der Organspenden in 2011 moderater als erwartet
Auch der positive Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr 2011 konnte den zweistelligen Rückgang der Organspendezahlen der ersten sechs Monate nicht mehr ausgleichen. Trotz positiver Meinungsumfragen in der Bevölkerung und einem nicht nachlassenden Engagement in der Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern war die Organspende im vergangenen Jahr rückläufig und fiel fast auf das Niveau von 2008 zurück.
Die Zahl derjenigen, die nach ihrem Tod Organe gespendet und damit schwerkranken Menschen geholfen haben, ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent gesunken. 1.200 Organspenden konnten 2011 bundesweit durchgeführt werden. Das sind 96 Spender weniger als 2010. Die Zahl der Organspender pro eine Million Einwohner ist damit von 15,9 auf 14,7 zurückgegangen. Allein die Region Ost verzeichnet mit einer Steigerung von 7,1 Prozent eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. In Folge der bundesweit gesunkenen Organspenderrate ist auch die Zahl der gespendeten Organe von 4.205 auf 3.917 um knapp 7 Prozent zurückgegangen. Konnte in 2010 noch 4.326 Menschen mit einer Transplantation von Organen aus dem Eurotransplant-Verbund geholfen werden, waren es in 2011 mit 4.054 deutlich weniger. mehr
Hessische Kampagne "Organspende macht Schule "

- Broschüren für Lehrkräfte und SchülerInnen
Neue Unterrichtsmaterialien für Hessische Schulen
Es wurden 5000 Informationsbroschüren für Lehrerinnen und Lehrer sowie 5000 SchülerInnenbroschüren postalisch allen weiterführenden Schulen in Hessen zugestellt. Weitere 1200 SchülerInnenbroschüren sowie original Organspendetransportboxen, gefüllt mit vielfältigen Medien zur Unterrichtsgestaltung sind seit Juni an allen hessischen Schulämtern verfügbar. Beides ist über die jeweiligen „Koordinierenden Fachberater Schule & Gesundheit“ an den Staatlichen Schulämtern abrufbar. mehr


