für Schulleitungen

Warum...?

Warum noch eine Gefährdungsbeurteilung? Es gibt doch bereits eine Gefährdungsbeurteilung mit Begehung der Schule ...

Warum psychische Belastungen? Wir sind doch keine Therapeuten ...

Die jährlichen Berichte der Krankenkassen zeigen deutlich, dass psychische Belastungen zu Arbeitsausfällen führen. Burnout und Depression sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Viele unspezifische Herz-Kreislauf- sowie Muskel-Skelett-Beschwerden werden auf Überlastung durch Stress zurück geführt. 

Studien deuten darauf hin, dass Lehrkräfte nicht überdurchschnittlich von psychischen Belastungen betroffen sind. Aber: Lehrkräfte scheinen eher ungünstige Bewältigungsstrategien zu besitzen. Das bedeutet, dass es ihnen nicht so gut gelingt mit dem Stress umzugehen, wie andere Berufsgruppen. 

Auf die allgemeine Zunahme der psychischen Erkrankungen hat der Gesetzgeber reagiert und das Arbeitsschutzgesetz im Jahre 2013 ergänzt, so dass jetzt auch die Erhebung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu den Arbeitgeberpflichten gehört. Arbeitgeber im Sinne des Gesetzes ist der Schulleiter bzw. die Schulleiterin. (nicht das Schulleitungsgremium)

Damit nicht noch zusätzliche Belastung für die Schulleitungen entstehen, bietet das hessische Kultusministerium den Schulen Unterstützung durch einen externen Gesundheitsdienstleister an. Mit dem medical airport service steht den Schulleitungen und den hessischen Lehrkräften eine Beratungsfirma mit hoher Expertise im Gesundheitssektor zur Verfügung.

Da Gesundheitsmanagement immer Teil der Organisationsentwicklung ist, können durch ein schulisches Gesundheitsmanagement Schulentwicklungsprozesse angestoßen werden. Zur Verzahnung dieser Prozesse stehen den Schulen an den Schulämtern die Schulentwicklungsberater zur Verfügung. Bei allgemeinen Fragen zur Schulentwiclung im Zusammenhang mit dem schulischen Gesundheitsmanagement wenden Sie sich bitte an den Landesfachberater für die Lehrkräftegesundheit. Lehrergesundheit(at)stefanalberts.de 

 

 

 

Befragungen zur Lehrkräftegesundheit - Gesundheitsmagement an Schulen

Ab sofort können hessische Schulen auf ein wichtiges Instrument im Rahmen des schulischen Gesundheitsmanagements zurück greifen: die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wird im Pilotverfahren eingeführt. Neben der Beurteilung der Arbeitssicherheit, die regelmäßig mit den Fachkräften für Arbietssicherheit durchgeführt wird, kann nun die psychische Belastung hessischer Lehrkräfte besser betrachtet werden. 

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (Gb Psych) ist die Grundlage eines strukturierten Gesundheitsmanagements. Erst durch eine strukturierte Befragung können die spezifischen Belastungsfaktoren einer Schule dargestellt werden. Anhand der ermittelten Belastungsfelder werden Maßnahmen abgeleitet, die dazu dienen, den Arbeitsplatz Schule zu einer gesunden Schule zu entwickeln.  

Ziel des schulischen Gesundheitsmanagements ist es, die Gesundheit der Lehrkräfte zu erhalten, bzw. wieder herzustellen. Dies ist ein längerer Prozess, an dessen Anfang die GB Psych steht.

Die vorliegende Gefährdungsbeurteilung wurde vom Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen genehmigt. Außerdem hat der Hauptpersonalrat des Landes Hessen, der maßgeblich an der Zusammenstellung des Fragebogens beteiligt war, der GB Psych zugestimmt.

Aktuell entstehen für die teilnehmenden Schulen keine Kosten: sowohl die Durchführung der Befragung, als auch die anschließenden Maßnahmen (Kurse, workshops etc.) sind kostenfrei. 

Allerdings ist eine Zeitinvestition notwendig:

 

  • Das Kollegium erhält im Vorfeld umfassende Informationen zur Befragung. 
  • Die Ergebnisse der Befragung werden dem Kollegium vorgestellt und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden (ggf. in workshops) erarbeitet.
  • Die Teilnahme an workshops zur Gesundheitsförderung (s. mas) ist freiwillig und kostenfrei. 

Außerdem sollte in der Schule ein Gesundheitszirkel oder ein(e) Gesundheitsbeauftragte(r) tätig sein mit dem Auftrag, die Kommunikation zwischen der Schule und dem mas sicher zu stellen und ggf. weitere Maßnahmen zu koordinieren. Unterstützung erhalten die Gesundheitsbeauftragten in den Schulämtern, beim mas und beim Landesfachberater. 

 Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Landesfachberater für die Lehrkräftegesundheit auf. Lehrergesundheit(at)stefanalberts.de