Werner-von-Siemens-Schule: Auszeichnung für Caterer und Kochen mit dem Sternekoch

 

 

WIESBADEN - „Wir befinden uns auf einem guten Weg, sind aber lange noch nicht fertig", sagt Rose-Lore Scholz, Schuldezernentin der Stadt Wiesbaden. Mit fünf Schulen und Caterern sei man 2008 gestartet. Inzwischen beteiligen sich bereits 16 Schulen und acht Caterer am Projekt „Besser essen – besser lernen – besser drauf". „Das Ziel soll sein, die Qualität des Wiesbadener Schulessens zu steigern", erklärt Scholz.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Schulen und Caterer regelmäßig besucht. Mit ihnen werden Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet und umgesetzt. Einmal im Jahr am sogenannten „Tag der Schulverpflegung" werden Caterer ausgezeichnet, die den Anforderungen eines gesunden Schulessens besonders gerecht werden.

In diesem Jahr haben der Caterer „Iba" der Fluxusschule sowie der Caterer „Primus" der Helene-Lange- und Martin-Niemöller-Schule ein Zertifikat erhalten. Die Bewertungsgrundlage für diese Auszeichnung bilden die „Qualitätsstandards für die Schulverpflegung" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Die Schulverpflegung soll demnach frisches Obst, knackig-gegartes Gemüse, Rohkost oder Salat sowie Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte beinhalten. Es soll nur zwei Mal pro Woche Fleisch und an einem Tag ausschließlich vegetarische Gerichte geben. Zum Essen sollen den Schülerinnen und Schülern keine Getränke mit hohem Zuckergehalt, sondern Wasser oder ungesüßte Früchtetees zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sollen bei der gesamten Lebensmittelauswahl regionale und saisonale Produkte bevorzugt werden.

 

 

Katja Schneider, Projektleiterin der Vernetzungsstelle Schulverpflegung, sagt: „Wir wollen Essen und Trinken mehr in den Mittelpunkt stellen und in der Schulkultur verankern“. Auch deshalb ist Michael Kammermeier, Sternekoch und Chefkoch der „Ente“ im „Nassauer Hof“, an diesem Tag in der Werner-von-Siemens-Schule zu Gast, um mit den Schülern zu kochen. Zusammen haben sie verschiedene Pfannkuchen-Kreationen zubereitet. Der Sternekoch hat den Schülerinnen gezeigt, dass Pfannkuchen auch aus Dinkel- und Weizenvollkornmehl bestehen und mit asiatischem Gemüse oder einer Hackfleisch- und Gemüsemischung gefüllt sein können. „Es ist auch wichtig, dass man Sachen kocht, die den Kindern schmecken“, betont Kammermeier. Für ihn sei dieses Projekt eine Herzensangelegenheit, weshalb er immer wieder gern daran teilnehme.

Auf die Frage hin, ob den Schülerinnen das gemeinsame Kochen gefalle und das selbstgekochte Essen geschmeckt habe, folgte einvernehmliches Kopfnicken. „Wir haben viel gelernt und auch neue Lebensmittel und Gewürze kennengelernt“, berichtet eine der Schülerinnen.

Annette Sudhoff-Gresser, Ernährungswissenschaftlerin und Leiterin des Projekts, hat sich ebenfalls über den Besuch des Sternekochs gefreut: „So erfahren die Schüler nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, was gesundes Essen ist.“

Quelle: Vanessa Haselbach, Wiesbadener Kurier 12.10.2016

Die Rezepte der Kochaktion finden Sie rechts.