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Ausgezeichnetes Essensangebot in Wiesbaden in 3 Modellschulen

Anlässlich des  Tages der Schulverpflegung 2012 wurden drei Caterer in Wiesbaden als Teilnehmer des Modellprojekts „Besser Essen, Besser Lernen, Besser Drauf“ von der Schuldezernentin der Stadt Wiesbaden Rose-Lore Scholz ausgezeichnet.

Das von Scholz angeregte Projekt ist einzigartig in Hessen und läuft seit 2008. Es soll Caterer und Schulen dabei unterstützen, die Schulverpflegung vollwertig nach den Qualitätsstandards der DGE zu gestalten. Bisher nehmen zehn unterschiedliche Caterer mit zehn versorgten Schulen am Projekt teil. Ziel des Wiesbadener Projektes ist es, die Qualitätsstandards vollwertiger Schulverpflegung durch eine fachlich begleitete Einführung langfristig im Angebot der Caterer und Schulen zu verankern. Die Begleitung erfolgt durch zwei Ernährungswissenschaftlerinnen, die die Menüpläne für vier Wochen mit den Qualitätsstandards vergleichen, wöchentlich unangekündigt die Schulmensen besuchen und  das angebotene Essen probieren und die Ergebnisse beider Kontrollen an die Caterer rückmelden. Zur langfristigen Implementierung vollwertiger Verpflegung bestehen in den Projektschulen außerdem Mensakreise, an denen Vertreter von Schule, Eltern, Schülern, Essensversorgern und die Ernährungswissenschaftlerinnen beteiligt sind.

Den Preisträgern Johannesstift an der Jawlensky-Schule, El Tucano an der Siemensschule und Maria Groß-Ophoff an der Hans-und-Sophie-Scholl-Schule wurde für ihre gute Arbeit und die über ein Schuljahr währende, hohe Essensqualität das Projektsiegel verliehen. Die Basis für die Auszeichnung war eine mehrjährige Beobachtungsphase durch die Ernährungswissenschaftlerinnen. In dieser Zeit erfolgte die Umsetzung eines vollwertigen Essensangebots mit einer Lebensmittelauswahl gemäß den DGE-Richtlinien. In den Schulen werden regionale und saisonale Produkte verwendet, es wird täglich Obst und rohes Gemüse angeboten, dafür gibt es nur zweimal in der Woche Fleischgerichte und mindestens einmal Fisch. Auch wird das Essen bei allen Preisträgern frisch gekocht und zu einem Preis von 2,50 – 3,50 € angeboten. Nicht alle am Projekt beteiligten Caterer wollten oder konnten an dem Wettbewerb um die Auszeichnung teilnehmen, da sie teilweise nicht lange genug am Projekt beteiligt sind, oder sich nicht in allen Punkten nach den Vorgaben der DGE richten.

Im Fazit zur Einführung vollwertiger Schulverpflegung stellt eine der Ernährungswissenschaftlerinnen fest, dass im Laufe des Projektes die Zahl der Essensgäste kontinuierlich gestiegen ist. Ein wichtiger Grund hierfür sei die individuelle Begleitung der einzelnen Schulen, die sie für unerlässlich für die nachhaltige Qualitätssicherung hält.