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Maria-Ward-Schule auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Schule

Schulentwicklung heißt "auf dem Weg sein". Stabilität ist Illusion, an der Realität orientierte Veränderungen können gute Ergebnisse zeitigen, wenn sie immer wieder kritisch und konstruktiv an der Wirklichkeit überprüft werden. Die Maria-Ward-Schule als "Schule besonderer pädagogischer Prägung" orientiert sich in ihrem Schulprogramm an den Bedürfnissen der anvertrauten Kinder: Persönlichkeitsstärkung und Gesundheitsförderung sollen durch die Bündelung unterschiedlicher Angebote umgesetzt werden.

Email Sekretariat: rueter.margit@mws.hochtaunuskreis.netSchulleiterin: Sr. Monika Uecker

Die Schule ist Mitglied des Bad Homburger Schulnetzes "Schule und Gesundheit"

Die Maria-Ward-Schule befindet sich gegenüber dem Bad Homburger Kurpark im ehemaligen Hotel Dreikaiserhof und in den sich anschließenden modernen Neubauten. Das großflächige Schulareal mit altem Baumbestand lädt Schülerinnen, LehrerInnen und Personal zu Erholung und besonderen Lernerfahrungen in parkähnlicher Umgebung ein.

1. Zur Maria-Ward-Schule Bad Homburg(Zertifikat „Schule besonderer pädagogischer Prägung“)

„Die Maria-Ward-Schule in Bad Homburg ist eine staatlich anerkannte sechsstufige Realschule für Mädchen. Für Aufnahme, Leistungsanforderungen und Abschlussprüfung gelten die Maßstäbe des Landes Hessen. Unser Abschluss ist staatlich anerkannt und dem der staatlichen Schulen gleichwertig.

Träger der Maria-Ward-Schule ist seit 1999 die „Stiftung Maria-Ward-Schule“, eine von der Congregatio Jesu (CJ) / Maria-Ward-Schwestern errichtete Stiftung.

Grundlage unseres Bildungs- und Erziehungsauftrages ist eine Pädagogik vom Menschen aus. Wir sehen ganzheitliche Erziehung als Weg zu einem erfüllten Leben. Deshalb sind kognitive, musisch-kreative und emotional-affektive Bildung und Erziehung gleichwertig.Einen besonderen Wert legen wir auf die Persönlichkeitsbildung:

  • Förderung der individuellen Entwicklung der Schülerinnen; Entdecken und Erweitern spezifischer Begabungen und Fähigkeiten
  • Förderung der Bereitschaft, eigene Schwächen und Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren
  • Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein („stabile Persönlichkeit“)
  • Entwicklung der Bereitschaft, nach einem christlich orientierten Wertebewusstsein eigene Chancen wahrzunehmen und gesellschaftliche Verantwortung zu tragen.

Die Maria-Ward-Schule will den Schülerinnen Perspektiven und Hilfe für ihren Lebensweg geben. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und Erziehungsberechtigten ist Grundvoraussetzung und tragende Säule für die Verwirklichung dieses Auftrages.“(aus dem Schulprofil)

Im Schulprofil verankerte Schwerpunkte sind:

  • Ästhetische Erziehung (Kunst und Textiles Gestalten)
  • Musikalische Erziehung (2 Wochenstunden Musikunterricht in den Klassen 5, 6, 7, 9;
    • Bläserklasse seit dem Schuljahr 2003/2004, Gitarren-AG, zwei Chöre: „Die Choryfeen“ und„United Voices“
  • Gesundheitsförderung (Suchtprävention, Nahrungszubereitung und Ernährungslehre,Unterrichtsfach „Psychosoziales Lernen“, Sport-AGs: Badminton, Tanz-Theater)
  • Moderne Informationstechnik
  • Sprachen: Deutsch – Englisch – Französisch (Training der Kommunikationsfähigkeit
  • Bewerbungstraining in der Jahrgangsstufe 9 (Kooperation mit der Stadt Bad Homburg u. ortsansässigen Firmen)

Unter der Überschrift „Weitere Angebote“ finden sich im Schulprofil u.a. auch die „systemisch-lösungs-orientierte Beratung“ sowie „freundliche Unterrichtsräume“ (Gestaltung in Projektarbeit u.a. unter Einbeziehung von Eltern). Einen besonderen Stellenwert nehmen die 3tägigen Orientierungstage der Klassen 9 ein, die an einem außerschulischen Lernort (in einer Begegnungs- und Einkehrstätte) stattfinden.

Die Schule hat bereits die Prädikate “Schule besonderer pädagogischer Prägung” sowie „Fahrradfreundliche Schule“ durch das Hess. Kultusministerium verliehen bekommen.

Mit der Partnerschule „Loreto College“ in Brisbane im Bundesstaat Queensland (Australien) findet seit 2003 regelmäßig ein Austausch statt.

Bemerkungen:

  • Förderpreis zum Saalburgpreis für die Geschichts-AG (2003)
  • Leistungen der Chöre: mehrere CDs, Konzerte im heimischen Raum, Auslandskonzerte (Norwegen, Schweden), 1. und 2. Platz für United Voices und Choryfeen beim Kreisleistungssingen des Hochtaunuskreises, 1. Platz in der Kategorie Kinderchöre und "Hessischer Chorpreisträger" beim 1. Hessischen Chorfestival
  • Teilnahme an „Jugend forscht„ - Projekten

2. Zusammenfassung der Maßnahmen

Soziales Lernen und Methodentraining

Zielgruppe:

Alle Schülerinnen der Klassen 5 (1. Unterrichtswoche mit KlassenlehrerInnen)

Inhalte:

Kennenlernen der Klasse, Kennenlernen unserer Schule, das Lernen lernen, gemeinsam essen und Hausaufgaben machen

Bewerbungstraining, Betriebspraktikum

Zielgruppe:

Alle Schülerinnen der Klassen 9

Inhalte:

Intensivierung des Berufsfindungsprozesses unter Einbeziehung lokaler Firmen

Gesunde Ernährung

Projekte:

  • Kiosk als Elternprojekt, koordiniert von Kolleginnen (seit August 2003: Belieferung durch Biobauern)
  • Vollwertiges Mittagessen in der Schule (frisch zubereitet in der Schulküche)
  • Unterrichtsfach "Ernährung und Hauswirtschaft"

Zielgruppe:

  • Alle Schülerinnen der Schule
  • Alle Schülerinnen der Klassen 5, 6 phasenweise in Arbeitslehre (2 Ws in kleinen Gruppen)
  • Alle Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7-9, die nicht Französisch gewählt haben (2 Ws) in geteilten Gruppen

Inhalte:

Geplante und laufende Projekte (fächerübergreifend) "Von der Erzeugung bis zur Verarbeitung und Vermarktung": "Apfelprojekt" "Gartenprojekt"

Suchtprävention

Projekte:

  • Suchtberatung durch Suchtpräventionslehrer der Schule
  • Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung im Schulkonzept

Zielgruppe:

  • Alle Schülerinnen Schulexterne Suchtpräventionstage für die Klassen 6 (jeweils 1 Vormittag)
  • In Planung: „Be clever!“ (Klassen 7)
  • Externe Einkehrtage (3 Tage) für die Klassen 9 (Fb Religion)

Inhalte:

stärker geplant: fächerübergreifender Unterricht zum Thema "Drogen, Sucht - Sehnsucht"

Bewegung

Projekte:

  • Bewegte Pause (institutionalisiert seit 1999) auf Sportplatz, Schulhof und im Garten
  • Sport-Ags u.a. in Kooperation mit Verein
  • Fahrradfreundliche Schule 2003 (Zertifikat)

Zielgruppe:

  • Alle Schülerinnen (genutzt v.a. von Klassen 5 + 6)Freiwilliges AngebotVerkehrserziehung der Klassen 5

Inhalte:

  • Spielangebote über Psychomotorikmaterialien (Spieletasche)
  • 2 Tischtennisplatten
  • Badminton
  • Musical

Entspannung

Projekte

Nutzung des Meditationsraumes v.a. in den Fächern "Religion", "Deutsch" ...

Zielgruppe

Alle Schülerinnen

Inhalte

EntspannungsverfahrenFantasiereisenSpirituelles

Gestaltung

Projekte

  • Räume selbst gestalten
  • Atmosphäre schaffen
  • "Renovierung von Klassenräumen"
  • Projekttage, Wochenenden

Zielgruppe

  • Schülerinnen
  • Eltern
  • LehrerInnen

Inhalte

  • Übernahme von Verantwortung
  • Stärkung des Wir-Gefühls (suchtmittelunspezifische Prävention, Gewalt-Prävention)

Musikalisch-künstlerische Schwerpunkte im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung

Projekte

  • Chor (Zertifikate, Preise)
  • Bläserklasse
  • Kunstprojekte
  • Textiles Gestalten
  • Englisches Theater
  • Französisch-Ag: Konversation in alltägl. Situationen

Zielgruppe

Alle Schülerinnen, auf freiwilliger Basis

"Kollegiale Supervision" in einer festen Gruppe

  • (alle 4 Wochen für 2 Zeitstunden, institutionalisiert seit Juni 2003),
  • Leitung: Zertifizierte Supervisorin

Zielgruppe

  • Alle interessierten KollegInnen der Schule(1/3 der LehrerInnen nimmt 1 Jahr lang teil)
  • Es entstehen:
    • Lehrerstammtisch
    • Unterstützungsstrukturen im Kollegium
    • Weiterentwicklung einer Wertschätzungskultur

Inhalte

  • Umgang mit Belastungssituationen
  • Gelassener und sicherer im Umgang mit Belastungssituationen in der Schule durch kollegiale Beratung mit systemisch-lösungsorientiertem Ansatz

3. Thema des Standes auf der Tagung "Schule und Gesundheit" am 22. März 2005

Maria-Ward-Schule in Bewegung

Wir als Schule sind auf dem Weg. Gelegentliche Umwege, die ja bekanntlich die Ortskenntnis erhöhen, sind hierbei unvermeidbar. Unser Stand bietet die Möglichkeit, sich über unsere Projekte „Gesunde Ernährung“, „Bewegung“ und „Suchtprävention“ zu informieren. Darüber hinaus legen wir unsere Erfahrungen mit den freien Projekten „Verkehrserziehung“, „Psychosoziales Lernen“, „Supervision“ und „Systemisch-lösungsorientierte Schulberatung“ dar.

"Gesunde Ernährung"

  • Schulinterne Lehrpläne „Nahrungsmittelzubereitung in Theorie und Praxis“ und Stundenverteilung
  • Beispiele für Unterrichtseinheiten zu „Gesunde Ernährung“ mit Fotos:
  • „Gesundes Frühstück“ (zukünftig in Kooperation mit DAK Bad Homburg),nährstofferhaltende Vor- und Zubereitung von Lebensmitteln (Vollwerternährung)
  • Beispiel: Verarbeitung von Demeterweizen bei Backwaren; Kostproben am Stand mit gesundem Aufstrich
  • Informationen über die Erzeugerbetriebe Demeter - Bauernhof „Quellenhof“ in Steinbach (Taunus, www.quellenhof.net) und „Bauer Etzel“ (www.bauer-etzel.de), Wehrheim
  • Schülerinnen berichten von ihren Unterrichtserfahrungen

Ansprechpartnerinnen:

Beate Mennie; Email: beatemennie@web.deCarmen Pauly-Kramer; Email: a.kramer@grebe.de

"Bewegung"

Dokumentiert werden:

  • Sport-AG in Kooperation mit einem Verein
  • Vorbereitung der Kooperation, Zusammenführung von Verein und Schulvertretern, Festlegung von Angeboten und deren Inhalten sowie Zielgruppen

Bewegte Pause:

  • Den Schülerinnen der Klassen 5 und 6 wird in den beiden großen Pausen( je 15 Minuten) eine Spieletasche zur Verfügung gestellt. Sie können sich dort Sport- und Spielgeräte ausleihen. Der Verleih wird eigenständig von der Schülerschaft organisiert. Es stehen ihnen ein eigener Sportplatz zur Verfügung, so dass Kollisionen mit den älteren Schülerinnen vermieden wird.
  • Außerdem können alle interessierten Schülerinnen zwei Tischtennisplatten während der Pausen nutzen.

Ansprechpartnerin:

Joelle Teso; Email: joelleteso@web.de

"Suchtprävention"

Suchtprävention und Gewaltprävention sind untrennbar miteinander verbunden. Das ganzheitlich ausgerichtete Schulprogramm der Maria-Ward-Schule (siehe Überblick) ist primär suchtmittelunspezifisch definiert. In diesem Zusammenhang ist der Suchtpräventionstag der Klassen 6 zu sehen. Die Dokumentation informiert über Inhalte und Ablauf des Tages sowie die Resonanz der Schülerinnen. Suchtmittelspezifische Aspekte liefert der nachgeschaltete Biologieunterricht.

Ansprechpartner:

Joachim BuchEmail: Jojo2000@gmx.li

"Verkehrserziehung"

Dokumentation durch den von Frau Freakley gemeinsam mit Schülerinnen erstellten Ordner zum Thema „Fahrradfreundliche Schule“

In den 5. Klassen erfolgt epochal eine Stunde Verkehrserziehung. Die Schülerinnen erfahren dort den Umgang mit dem Fahrrad und lernen ihre Umwelt und den Weg zur Schule aus Sicht eines Verkehrsteilnehmers genauer kennen.

Ansprechpartnerin:

Birgit FreakleyEmail: bfreakley@gmx.de

Systemisch-lösungsfokussierte Pädagogik

Dargestellt werden die Erfahrungen einer Kollegin, die für die drei Bereiche „Psychosoziales Lernen“, „Schulberatung“ und „Supervision“ zuständig ist.Präsentiert werden Inhalte und Verlauf dieser freien Projekte.

Psychosoziales Lernen

  1. Aktuelle Situation
  2. Begründung für das Fach
  3. Ziele des Faches
  4. Mögliche Inhalte
  5. Methoden
  • Schulberatung
  • Formaler Rahmen
  • Beratungsanlässe
  • Resonanz

Supervision:

  1. Kennzeichen der systemisch-lösungsorientierten Supervision
  2. Kleine Erfolge und Veränderungen
  3. Fazit

Ansprechpartnerin:

Monika BohnEmail: monika_bohn@yahoo.de