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Umweltprojekte

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist seit vielen Jahren Bestandteil der gesamten Bildungs- und Erziehungsarbeit an der JGS. Neuer Kristallisationspunkt ist dabei das Zentrum für Umweltbildung und Solarenergie (ZUmBiS). Sein Umweltbildungskonzept "bündelt viele pädagogische Ziele und wirkt auf Ziele und Konzepte in anderen Bereichen zurück", heißt es im Schulprogramm.

Die Ausgangssituation

Ein Projekt zog das andere nach sich: Klassenfahrten und Wandertage zu ökologischen Themen, die Umgestaltung des Förderstufen-Schulhofes in eine naturnahe Spiel- und Erlebnislandschaft, messbare Energieeinsparungen an der Schule durch Konzepte der Solar-AG, kleiner werdende Müllberge, die Einrichtung naturwissenschaftlich- ökologischer Profilklassen in der Förderstufe, AG’s und Wahlpflichtkurse zu Umweltthemen. Nach und nach hat die JGS ihr Profil als „Lebensraum und Lernort für nachhaltige Entwicklung” herausgearbeitet. Sie wurde mehrfach als „Umweltschule in Europa” ausgezeichnet und nimmt seit 1999 als eine von 18 hessischen Schulen am Modellversuch „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung” (BLK 21) teil.

Kristallisationspunkt ZumBiS

Die guten Erfahrungen aus vielen Einzelaktivitäten und -projekten wurden gebündelt und führten zum Aufbau des „Zentrums für Umweltbildung und Solarenergie” (ZUmBiS).

Im Schulprogramm wird definiert: "Das ZUmBiS versteht sich als Zentrum, das umwelterzieherische Aktivitäten an der JGS initiiert, koordiniert und fördert. Die Arbeit wird getragen von der ZUmBiS-AG und den an den unterrichtlichen Vorhaben der Umweltbildung beteiligten KollegInnen." In einer eigenen Broschüre ist das beispielhafte Umweltbildungskonzeptdes ZUmBiS nachzulesen. Im Jahr 2001 wurde schließlich ein Anbau an das Schulgebäude errichtet, der hohen ökologischen Standards entspricht und modellhaft Wege zur ressourcenschonenden Energienutzung erproben und demonstrieren soll. Hier hat das ZUmBiS seinen Platz gefunden.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Erklärtes Ziel ist es nun, das Lernen für eine nachhaltige Entwicklung an der JGS inhaltlich weiter auszubauen, in den Unterricht der einzelnen Fächer zu integrieren und den organisatorischen Rahmen dafür zu schaffen. Dazu sollen in den Fachkonferenzen das Selbstverständnis des jeweiligen Faches im Bezug auf die ZUmBiS-Ziele diskutiert, Bezüge zum Fachcurriculum aufgezeigt und beispielhafte fächerübergreifende Unterrichtseinheiten entwickelt werden.

Lernwerkstatt „Energie & Umwelt“

Durch Bereitstellung von Materialien und Praxisbeispielen soll die Planung für den Fachunterricht wie für Wahlpflichtkurse, AG’s, Projektwochen und Klassenfahrten unterstützt werden. Alle Ideen und Materialien sollen in der im ZUmBiS-Neubau untergebrachten Lernwerkstatt „Energie und Umwelt” dokumentiert und gesammelt werden, die auch Schülerinnen und Schülern für selbstständiges und selbsttätiges Lernen zur Verfügung steht. Dabei sollen interdisziplinäres Lernen und die Einbeziehung außerschulischer Lernorte weiter gefördert werden.

Handlungsfeld Fulda-Aue

Ein wichtiger außerschulischer Lernort liegt in unmittelbarer Nähe der Schule: Die Fulda-Aue wurde vor einigen Jahren renaturiert und ist nun Handlungsfeld der AG „Umweltpraktikum Fulda-Aue“. Schülerinnen und Schüler erkunden den neu entstandenen Lebensraum. Sie lernen typische Pflanzen und Tiere kennen, führen Wasseruntersuchungen durch, erforschen die Dynamik von Flussläufen und haben vor, in Kooperation mit der Stadt Rotenburg den „Lernpfad Fuldaaue“ einzurichten und so ihren außerschulischen Lernort in das regionale Touristikkonzept einzugliedern.

Lernende Region

Das Projekt „Fulda- Aue” wird durch eine Lehrerarbeitsgruppe inhaltlich getragen und weiterentwickelt und ist eine von mehreren Aktivitäten, durch die die Schule in den örtlichen Agenda- Prozess eingebunden ist. Zusammen mit dem Ökologischen Schullandheim Licherode (dr) und dem Kreisjugendhof Rotenburg (ds) beteiligt sich die JGS im Verbund „Lernende Region”, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Konzept zur Zertifizierung von Umweltlernen zu konkretisieren.