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Schule als ein Stück Lebensraum gestalten

Die Heinrich-Auel-Schule ist eine stufengegliederte Förderschule für Lernhilfe und sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum in Rotenburg mit ca. 120 Schülerinnen und Schülern. Wichtiger Ort der Natur-, Umwelt- und Gesundheitserziehung ist der neu angelegte Schulgarten. „Schule als ein Stück Lebensraum gestalten" – so lautet ein Grundsatz der Schule. Zunächst wurde dazu das Schulgelände neu gestaltet: es entstanden eine Hecken und Wiesenlandschaft sowie Spiel- und Kletterbereiche für die Kinder. Im Schuljahr 2002/2003 wurde dann ein Schulnutzgarten angelegt. Hier erleben die Schülerinnen und Schüler die Natur hautnah. Sie lernen nicht nur wichtige Nutz- und Heilpflanzen kennen, sondern erfahren ganz konkret, wie viel Wissen, Mühe und Arbeit notwendig sind um Nutzpflanzen anzubauen und zu verwerten.

Säen und Ernten

Die Schülerinnen und Schüler leisten die gesamte Gartenarbeit mit all den erforderlichen Tätigkeiten vom Säen bis zum Ernten und verarbeiten die Ernte anschließend in der Schulküche selbst weiter zu leckeren Gerichten. Einmal pro Woche wird in dem von Schülerinnen und Schülern geführten Bistro ein selbst hergestelltes, gesundes Pausenfrühstück mit Produkten aus dem Schulgarten angeboten. Höhepunkt des Gartenjahres ist das Erntedankfest im Oktober für die ganze Schulgemeinde.

Selbständigkeit und Eigenverantwortung

In einem detaillierten "Aktionsplan Schulgarten und gesunde Ernährung" sind die vielfältigen Aspekte des engagierten Projektes für Schule und Unterricht zusammengefasst und konkretisiert. Die Betonung von handlungsorientiertem und praktischen Lernen zeigt deutlich, dass das Konzept besonders auf die Voraussetzungen und Erfordernisse einer Förderschule zugeschnitten ist. "Die ganzheitlich ausgerichtete Schulgartenarbeit ermöglicht ein Erleben, Erkunden und Lernen mit allen Sinnen. Der fächerverbindende Unterricht im Schulgarten schafft neben der Vermittlung von solidem Fachwissen im gleichen Maße eine Verknüpfung des Denkens in Zusammenhängen. Durch das Ernten und Verarbeiten von Gartenprodukten wird ein direkter Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelanbau und gesunder Ernährung hergestellt. Ganzheitliches Wissen in Verbindung mit methodischen Fähigkeiten ermöglichen eine zunehmende Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler."