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"Gestaltung der Schule als Lebensraum"
„Ich finde an meiner Umweltschule schön, dass wir lernen und gleichzeitig die Natur schützen. Dass wir über die Natur etwas vorführen. Und dass wir sehr viel wandern. Dass wir viele Sachen über die Natur lernen. Und dass wir dabei sehr viel Spaß haben!“ …schreibt Alexandra (9 Jahre) über ihre Schule und zeigt damit, dass die erklärten Schwerpunkte „Umweltbildung“ und „Gestaltung der Schule als Lebensraum“ bei den Kindern angekommen sind. An der Weiterentwicklung des Umweltschulkonzeptes werden die Kinder der Simmershäuser Grundschule direkt beteiligt. Viele neue Ideen entstanden in den Zukunftswerkstätten: „Tiere und Pflanzen auf dem Schulhof“; „Wasser – Kinder werden Experten“ oder „Meine Umweltschule“.
Kinder werden beteiligt
Kleine und große Wünsche wurden auf ihre Umsetzbarkeit überprüft, einiges wurde umgesetzt. So wurde der einst ganz mit Asphalt versiegelte Schulhof nach und nach umgestaltet. Eine Teilfläche wurde mit Ökopflaster versehen, Bäume wurden gepflanzt. Pflanzkästen, Vogelschutzhecke, Lesesteinhaufen,? Nistkästen, Baumlehrpfad und Schulteich geben die Möglichkeit, viele Naturerfahrungen zu sammeln. Die Anlage des Schulteiches ist ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern. Viele Väter halfen mit, den Teich auszuheben und die Teichfolie richtig auszulegen. Ohne diese Hilfe wäre die Anlage eine kostspielige Angelegenheit geworden.
Schule als Lebensraum gestalten
Fünf große Fahnen zeugen von der jährlichen Teilnahme am Wettbewerb „Umweltschule in Europa“ und auch sonst ist im Schulgebäude überall das Umweltthema präsent. So sind alle Lichtschalter mit Hinweisschildern versehen. Die jährliche Energiesparbilanz zeigt, dass der Energieverbrauch gesunken ist. Das Geld für die eingesparte Energie kann für andere Projekte verwendet werden. Es gibt einen Projektraum mit Wasserwerkstatt zum Bauen, Forschen und Experimentieren. Abfalltrennung und -vermeidung ist schon lange eine Selbstverständlichkeit. Die Eltern werden gebeten, nur umweltfreundliche Hefte, Stifte, Mappen und andere Materialien zu kaufen.
Wandertage sind Tage zum Wandern
Wo es möglich ist, werden außerschulische Lernorte einbezogen, dazu werden vor allem die Wandertage genutzt. Mit dem nahe gelegenen Wassererlebnishaus kooperiert die Schule seit seiner Entstehung. Schülerinnen und Schüler wandern regelmäßig dorthin und erkunden Natur und Wasserwirtschaft im Rohrbach- und Fuldatal. Doch es gibt auch in Zukunft noch viel zu tun. So wünscht sich Sabrina (9 Jahre) in der Zukunftswerkstatt „Meine Umweltschule“: „...dass es in unserer Schule mal so sauber wird, dass jeden Tag ein Eichhörnchen oder ein Vogel auf dem Schulhof läuft und dass wir kein einziges Krümelchen Müll mehr sehen.“ Kurze Zeit später hüpfte tatsächlich ein echtes Eichhörnchen über den Schulhof.
Mitmachprojekt "Schule gestalten - bewegte Pause"
Die Grundschule Fuldatal Simmershausen arbeitet mit partizipativen Elementen im Schulalltag. Seit drei Jahren findet jede Woche regelmäßig das Schülerparlament als wichtiges Gremium der Schule statt. Zurzeit wird ein Mitmachprojekt zum Thema „Schule gestalten- bewegte Pause“ geplant. Während des Schülerparlaments wurde von den SchülerInnen festgestellt und bemängelt, dass das jetzige Klassen-Spielkisten-System für die Pause unzureichend sei: Besonders im Hinblick auf immer wieder verschwundene Inhalte wünschen sich die SchülerInnen ein stetiges, ausreichendes und vielfältiges Angebot an Pausenhofgeräten und –spielen. Während des Parlaments entwickeln die SchülerInnen nun Konzepte und Ideen, wie sie das Spielkisten-System optimieren bzw. verändern können. Auch erhoffen sich die SchülerInnen durch die Umgestaltung des Spielkistensystems weniger Streit auf dem Schulhof. An diesem Mitmachprojekt sind SchülerInnen, sowie Eltern und LehrerInnen beteiligt.


