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Globales und Ökologisches Lernen

Globales und Ökologisches Lernen sind feste Säulen im Schulprogramm der kleinen Dorfschule. Jahrgangsübergreifendes Unterrichten, projektorientiertes Lernen, Teilnahme an verschiedenen Modellversuchen und Wettbewerben schaffen gute Rahmenbedingungen, so dass im Laufe der Jahre eine beeindruckende Vielfalt an Projekten verwirklicht werden konnte. Einmal monatlich treffen sich alle 85 Schüler und Schülerinnen mit den Lehrerinnen zur Kinderkonferenz, in der alle Beteiligten ihre Wünsche und Anliegen an die Schulgemeinschaft vortragen und weiterentwickeln können. Im Laufe der Zeit hat sich ein ritualisierter Ablauf ergeben, der im Wesentlichen von den Kindern gestaltet wird.

Beteiligungsprojekt Kinderkonferenz

Mit dieser Form der Partizipation als Übungsfeld für demokratisches Handeln haben Kinder und Lehrerinnen gute Erfahrungen gemacht. Auch bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten im Rahmen des Ökologischen Lernens spielen die Kinderkonferenzen eine zentrale Rolle. Die Schule nimmt am BLK-Programm „Lernen für eine nachhaltige Entwicklung” im Modul 2: „Partizipatives Lernen” teil.

Schulhofumgestaltung und Wasserspielplatz

In mehreren Schritten wurde der Schulhof zu einem kindgerechten Spielraum und ökologischen Lernort mit Gartenarche, Beeten, Obstbäumen, Naturwiese und Teich umgestaltet. Auch hier haben die Kinder ihre Ideen und Vorstellungen eingebracht. Der Wasserspielplatz mit Brunnen, Schöpfrädern, Wasserrinnen und archimedischer Schraube konnte mit Unterstützung der Eltern sowie außerschulischer Partner verwirklicht werden.

Globales Lernen

Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kindern anderer Kulturen werden im Rahmen des Schulprogrammschwerpunktes „Globales Lernen“ regelmäßig im Unterricht thematisiert. Es besteht eine Patenschaft für ein Kinderhaus für Straßenkinder in Buenos Aires, das u. a. durch den Erlös von themenbezogenen Schulfesten und öffentlichen Aktionen der Schule (Schuhe putzen, Spendenläufe, Bauchladenverkäufe) unterstützt wird.

Forschungslabor an der Ems

Ein wichtiger außerschulischer Lernort ist der Dorfbach Ems. In einem Brief wandten sich die Schulkinder erfolgreich an den Bürgermeister und baten um Unterstützung bei der Einrichtung eines Forscherplatzes als Ausgangspunkt für die Bacherkundungen und Wasseruntersuchungen.

Für Umwelt und Natur

Die Eltern werden gleich zu Beginn der Schulzeit darauf hingewiesen, dass möglichst nur Arbeits- und Unterrichtsmaterialien verwendet werden, die aus umweltfreundlichen Rohstoffen hergestellt sind und dass ein Frühstück ohne Süßigkeiten in einer wieder verwendbarer Verpackung sowie ungesüßte Getränke aus Trinkflaschen nicht nur gesund sind, sondern helfen, das Müllaufkommen in der Schule zu verringern. Mülltrennung ist selbstverständlich. Für ihre Umweltprojekte und Energiesparmaßnahmen wurde die Schule als Umweltschule in Europa ausgezeichnet.