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Bildungsraum GrünGürtel
Umweltlernen Frankfurt e.V. bietet nicht nur eine Vielzahl umweltpädagogischer Veranstaltungen an, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, die Kooperation von Schule, Kommune und Bürgern im Ökologiebereich zu fördern und zu moderieren. Für beispielhafte Leistungen im Sinne der Agenda 21 wurden der Verein und das Stadtschulamt zum „Schulträger 21“ ausgezeichnet. Seit seiner Gründung vor mehr als zehn Jahren unterstützt und berät „Umweltlernen Frankfurt e.V.“ Schulen und Kindertageseinrichtungen bei Umweltbildungsprojekten und bietet Veranstaltungen und Aktionen des erlebnisorientierten Umweltlernens an. Dabei wurden eine Vielfalt innovativer Themen und Aktionsformen entwickelt. Darüber hinaus werden Kooperationspartner für Schulen vermittelt, die Zusammenarbeit der Schulen mit ihrem Umfeld moderiert und beispielhafte Partizipationsmodelle zur verstärkten Aktivierung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt.Bildungsraum GrünGürtel
Der „Bildungsraum GrünGürtel” ist eine landschafts- und zukunftsbezogene Bildungskonzeption. Sie wurde von Umweltlernen in Frankfurt e.V. in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe GrünGürtel sowie Schulen und Kindertagesstätten erstellt. In und um Frankfurt sind eine Reihe umweltpädagogischer Lernstationen entstanden: Kinder und Jugendliche entdecken den Frankfurter GrünGürtel mit dem Fahrrad, erforschen die Gewässer am alten Flugplatz Bonames, experimentieren in der GrünGürtel-Waldschule mit Geräuschen und Klängen und lernen auf den Streuobstwiesen des Heiligenstocks, wie selbst gepresster Apfelsaft hergestellt wird. Die Inhalte der Veranstaltungen sind auf die Lehrpläne des Landes Hessen abgestimmt. Gleichzeitig ist das Programm der Frankfurter Beitrag zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Klimaschutz und Energiesparen
…ist ein weiteres erfolgreiches Projekt von Umweltlernen Frankfurt, an dem sich bereits zahlreiche Schulen beteiligt haben. Schülerinnen und Schüler erkunden mit Messgeräten ihr Schulgebäude, suchen gemeinsam mit Schulhausverwaltern und Lehrern nach Energielecks, texten Infos für Mitschüler und entwerfen Plakate. Die vielfältigen Aktionen an den Frankfurter Schulen belegen, dass Energiesparen Spaß macht und dass sich Grundschulen wie weiterführende Schulen hervorragend dazu eignen, das Energie-Projekt in den Unterricht einzubinden. Allein im Jahr 2003 haben die inzwischen 24 Frankfurter Energiesparschulen den Energieverbrauch um 3730 MWh reduziert, ohne dass jemand frieren oder im Dunkeln sitzen musste. 186 000 Euro wurden eingespart, davon kamen 50 % den Schulen zugute, die anderen 50 % stehen für energiesparende Investitionen zur Verfügung. Das Energieprojekt nutzt nicht nur den einzelnen Schulen, sondern ist durch die Verringerung der CO2-Emissionen auch ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz. Frankfurter Schulen, die am Projekt teilnehmen möchten, werden von „Umweltlernen Frankfurt“ mit einer erprobten Seminarreihe qualifiziert und durch Beratung, Moderation und Materialien unterstützt.
Bike im Trend
„Bike im Trend” ist ein Projekt des Stadtschulamtes Frankfurt und wird in Zusammenarbeit mit „Umweltlernen Frankfurt e.V.“ an Frankfurter Schulen seit 1999 durchgeführt. Schülerinnen und Schüler erkunden ihren Fahrrad-Schulweg, kartieren die Gefahrenstellen und machen Vorschläge für die Erstellung eines Schulwegplanes für Radfahrer. Eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe bearbeitet die festgestellten Gefahrenpunkte und vereinbart Maßnahmen. Projektwochen an drei Schulen im Frankfurter Norden dienten zur Erprobung des Konzeptes. Die Kooperation zwischen Schulen und Kommune ist erfolgreich und hat zu entscheidenden Verbesserungen der Schulwegsituation geführt. Zahlreiche Frankfurter Schulen beteiligen sich mittlerweile an „Bike im Trend”. Es ist ein beispielhaftes Projekt für Partizipation im Kontext von Kommunalentwicklung und lokaler Agenda 21. Anknüpfend an Erfahrungen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler werden in Kooperation mit der Kommune konkrete Handlungsfelder erarbeitet und Verbesserungen realisiert.


