Umweltprojekte
Seit vielen Jahren hat Umweltbildung in der Burgsitzschule einen hohen Stellenwert. Dabei wurden eine Reihe beispielhafter und ungewöhnlicher Projektideen verwirklicht. Wichtige Motivation auf dem nicht immer einfachen Weg zur Umsetzung der Zielsetzungen und Weiterentwicklung des Schulprofils sind die Beteiligungen an nationalen und internationalen Umweltprogrammen und Wettbewerben. Vom WPU-Kurs zum Unterricht Zunächst noch als besondere thematische Angebote für den Wahlpflichtunterricht ausgearbeitet, wurden „Alternative Energienutzung”, „Abfall” und „Gewässeruntersuchung” von Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 10 bearbeitet. Dreimal konnten WPU-Gruppen mit ihren Arbeitsergebnissen den Umweltschutzpreis des Schwalm-Eder-Kreises gewinnen. Nach dieser Erprobungsphase sind die Themen und Arbeitsweisen des WPU-Kurse in den regulären Fachunterricht Chemie aufgenommen worden.Lichtkinder und Wasserdetektive
Im „Projekt Stadtschule” entwickelten Kinder einer 4. Klasse selbst ein Konzept, das nun auf die ganze Grundstufe ausgeweitet wird: „Lichtkinder” werden in der Klasse gewählt, die auf unnötig brennendes Licht achten. „Wasserdetektive” sollen laufende Wasserhähne und Toilettenspülungen aufspüren. Außerdem wird in jeder Klasse auf Mülltrennung und -vermeidung geachtet.
Europäischer Austausch: Comenius
Seit 1998 beteiligt sich die Schule am europäischen Projekt „Comenius“. In den als Work-Camps organisierten Treffen der Austauschschulen wird vor allem praktisch gearbeitet. Im „1. Ökologie-Work-Camp“ arbeiteten Schülerinnen und Schüler der Burgsitzschule und der englischen und französischen Austauschschulen zusammen im Forst Spangenberg und beteiligten sich an der Pflege von Feuchtwiesen und Tümpeln sowie an einer Bachrenaturierung. Das 2. Comenius-Treffen hatte das Thema „Junge Europäer praktizieren ökologische Landwirtschaft”. Ebenso wichtig wie die praktische Arbeit sind der begleitende Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie die Kontaktpflege zwischen den europäischen Projektpartnern.
Worldranger
Tradition haben die Klassenfahrten der Grundstufe mit ökologischem Schwerpunkt. Eine Klasse fährt pro Jahr in das Ökologische Schullandheim Licherode (dr). Einige Gruppen beteiligen sich dabei am „Worldranger-Projekt“. In dem Forschungsprojekt der Universität Ludwigsburg wird untersucht, welche Faktoren und Lernformen geeignet sind, langfristig Umweltbewusstsein bei Kindern auszubilden. Andere Grundschulklassen fahren auf den Hohen Meißner und arbeiten dort im Wald.
ARS NATURA – Kunst am Wanderweg X 8
Ein ungewöhnliches Projekt entstand am Wanderweg X 8, der an Spangenberg vorbei bis in den Thüringer Wald führt. Schülerinnen und Schüler der Burgsitzschule wurden ebenso wie 20 professionelle Künstlerinnen und Künstlern eingeladen, sich auf den „behutsamen Dialog mit Landschaft und Vegetation am Barbarossaweg X 8 einzulassen” und Kunstobjekte aus Naturmaterialien im Wald zu gestalten. Es entstanden zwei Schülerobjekte. Für das Objekt „Augen–Blicke I und II“ fertigte ein Kunstkurs aus rohen Holzscheiben und gekrümmten Ästen „Augen“ an. Farbige Tiger-, Katzen- und Schlangenaugen blicken nun hoch von einer Baumgruppe herab auf den Betrachter. Das andere Objekt, der „Handlauf in die Zukunft“ besteht aus neun überdimensionalen Zöpfen aus Stoffstreifen, die zu einem Strang verflochten und in die Bäume gehängt wurden. Dazwischen sind auf Holzscheiben gebrannt die
Worte „Mensch”, „Tier“, „Natur“ und „Credo“ zu lesen. „Die Stoffe in verschiedenen Farben stellen die Menschheit in ihrer ganzen Vielfalt dar“ – so die Erläuterung des Kunstwerkes bei der Präsentation.
„Alle Individuen stehen in Beziehung zueinander und sind miteinander verflochten. Sie müssen alle an einem Strang ziehen, um die Welt für zukünftige Generationen lebens – und liebenswert zu erhalten. An uns allen hängt die Verantwortung für Mensch, Tier und Natur – Credo!“. Das Projekt ist ein großer Erfolg. Voller Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Kunstwerke im öffentlichen Raum. Sie können nur zu Fuß erreicht werden und sind nun ein viel besuchtes Ziel für Schul- und Familienwandertage – ein gelungener Beitrag zur Öffnung von Schule und zur Auseinandersetzung mit Natur und Kunst.


