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Umweltprojekte

In Eschwege werden die besonderen Möglichkeiten einer beruflichen Schule genutzt: Ideen aus den zahlreichen Umwelt-Projekten können von den Schülerinnen und Schülern selbst technisch umgesetzt und experimentell erprobt und bilanziert werden – eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis. Für ihre Aktivitäten wurde die Schule mehrmals als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet. Vielfältig sind die Erfahrungen und erfolgreichen Projekte im Bereich Energie. Im Auszeichnungsjahr 2001 war Fotovoltaik ein Schwerpunkt und wurde fächerübergreifend in den Technik- und Gemeischaftskundekursen im beruflichen Gymnasium thematisiert.

Schwerpunktthema "regenerative Energien"

Im Praxisteil wurde die Funktionsweise der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Schule untersucht und die Leistung bilanziert. Nun wissen die Schülerinnen und Schüler genau, wie viel Kilogramm Kohlendioxid die Schule durch die Stromerzeugung mit der Sonnenkraft gegenüber Energie aus herkömmlichen Kraftwerken eingespart hat. Wie bei vielen anderen Projekten fand zum Abschluss eine öffentlichen Präsentationsveranstaltung statt, in der die Schülerinnen und Schüler Eltern und andere Interessierte über die ökologischen, technischen und ökonomischen Aspekte dieser umweltfreundlichen Technologie informierten.

Schüler optimierendie Haustechnik der Schule

Viele weitere Beispiele für umweltgerechte Gebäudetechnik, die im Rahmen von Projekten konzipiert und umgesetzt wurden, werden von den Schülerinnen und Schülern täglich genutzt. Wasserspararmaturen an den Wasserhähnen und Toilettenspülungen der Schule, energiesparende Flurbeleuchtung sowie Einzelraumsteuerung der Heizung zeigen ganz konkret Handlungsmöglichkeiten auf. Auch der Schulträger profitiert. Nachdem das dritte Ausbildungsjahr der Gas- und Wasserinstallateure den Wasserverbrauch an den 200 Wasserzapfstellen der Schule untersucht hatte, wurden Sparmodell entwickelt und in einem ersten Schritt zwanzig Wasserstrahlregler in Toiletten eingebaut. Damit kann der Wasserdurchfluss von acht auf drei Liter pro Minute gesenkt werden. Das mögliche Einsparpotential beläuft sich dabei auf bis zu 30,– € im Jahr. Nach Ablauf eines Beobachtungszeitraumes kann dann mit dem Eigenbetrieb „Gebäudemanagement” des Werra-Meißner-Kreises als Schulträger entschieden werden, ob die Investition fortgesetzt werden soll.

Einsparungen für den Schulträger

Die gute Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement hat sich bereits im Projekt „Flurbeleuchtung“ bewährt. Durch den Einbau eines EIB-Systems im Rahmen von Brandschutzbaumaßnahmen konnte bei der Flurbeleuchtung der Schule ein Einsparpotential von 20% erreicht werden. Dabei wird die Beleuchtung von Lichtsensoren geregelt und in der Unterrichtszeit automatisch reduziert. Die Ökobilanzen aus mehreren Projekten können auf der Homepage der Schule nachgelesen werden. (www.bs-eschwege.de)

Schulbistro und Abfalltrennung

Im Schulbistro wird „Gesunde Ernährung” konkret. Dort bieten Schülerinnen und Schüler ein vollwertiges und abfallreduziertes Pausenfrühstück an. „Müll und Abfalltrennung” war Thema einer groß angelegten Fragebogenaktion, an der sich über 1000 Schülerinnen und Schüler beteiligten. Damit sollte unter anderem herausgefunden werden, ob die Befragten über ausreichend Wissen verfügen, den im Schulalltag anfallenden Müll korrekt zu trennen. Mancher kam ins Grübeln: Wo soll ein altes Radiergummi oder ein kaputtes Geodreieck einsortiert werden?

Umweltbewusstsein und Ökobilanzen

„Umweltbewusstsein” war Thema eines Kurses in der Jahrgangsstufe 11. Mit der Ausarbeitung und Präsentation von Vorträgen über aktuelle Themen wie Brennstoffzelle oder Ökobilanzierung konnten die Schüler andere Schüler informieren und in Diskussionen an moderne Umwelttechnik heran führen.

Wanderausstellung: "Lokale Agenda 21"

Auch im Agenda-Prozess ist die Schule aktiv. Die Wanderausstellung „Lokale Agenda 21“ wurde in Zusammenarbeit mit der Abfallberaterin des Werra-Meißner- Kreises und acht weiteren Schulen und Einrichtungen konzipiert und zeigt die entsprechenden Aktivitäten der Beteiligten.