Portal durchsuchen


Sexualerziehung/Missbrauch

Burda, S. & Helfferich, C. (2005). Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Chancen und Risiken der Internetnutzung in der schulischen Sexualpädagogik. ProFamilia-Magazin, 33 (4), 22-24.

    Abstract:
    Im Rahmen eines Forschungsprojekts, in dessen Verlauf ein Fortbildungsmodul für Lehrer zur Nutzung des Internet im Fach Sexualpädagogik entwickelt werden soll, wurden in einer teilstandardisierten schriftlichen Befragung von 49 Lehrern und in Kurzinterviews mit zwoelf Lehrern deren Einstellungen zum Internet als möglichem Medium für sexualpädagogische Zwecke erfragt. Die Lehrer hatten in den vergangenen fünf Jahren in den Klassen 9 bis 12 an Gymnasien bzw. im Berufsvorbereitungsjahr Sexualpädagogik unterrichtet. Insgesamt hatten die Befragten kaum Erfahrung mit dem Internet im Sexualpädagogikunterricht und standen dessen Nutzung skeptisch gegenüber. Unter anderem wurden folgende Bedenken geäußert: (1) Das Internet verdrängt das persönliche Gespräch. (2) Die Inhalte des Internet sind wenig glaubwürdig. (3) Das Internet bietet einen ständigen Zugang zur Pornographie. (4) Das Internet kommt den Interessen und Bedürfnissen von Jungen näher als von Mädchen. In der Diskussion dieser Auffassungen wird deutlich gemacht, dass sie wenig realitätsbezogen sind, sondern Teil eines verallgemeinerten Gefahrendiskurses zu Sexualität und Internet. Es wird betont, dass die Sexualpädagogik neuer Konzepte bedarf, da die Realität seitens der Jugendlichen nicht ausgeblendet werden darf.

Milhoffer, P. (1998). Selbstwahrnehmung - Sexualwissen und Körpergefühl 8- bis 14-jähriger Mädchen und Jungen. Forum Sexualaufklärung 1998 (2), 14-18.

    Abstract:
    P. Milhoffer stellt einen Leitfaden zur Sexualerziehung für LehrerInnen vor, der auf einer intensiven Befragung Bremer Schulkinder zu deren Wünschen an die schulische Sexualaufklärung basiert.

Milhoffer, P. (2000). Sie wissen mehr - als wir vermuten: Sexualwissen von Kindern im Spannungsfeld sexueller Sozialisation und Konsequenzen für die Schule. Thema Jugend, 2000 (3), 6-8.

    Abstract:
    Leistung und Lust und für Frauen Risiko und Last bedeutet. Diese Klischees werden verstärkt, wenn Sexualerziehung sich auf die reproduktiven Funktionen von Sexualität beschränkt und die Interaktionsformen von Jungen und Mädchen in Klassengemein-schaften vor und zu Beginn der Pubertät außer Acht lässt. Eine emanzipatorische Sexualpädagogik in der Schule, die ihren Auftrag ernst nimmt, kommt nicht an einer entsprechenden Erweiterung ihres Aufgabenfeldes vorbei. Denn auch Kinder sind im System Schule schon in den "sexualisierten" Konkurrenzkampf um Leistung und Attraktivität involviert.

Philipps, I.-M. (2000). Sexualpädagogik - Eine Standortbestimmung. Thema Jugend, 2000 (3), 2-4.

    Abstract:
    Auch wenn die Ziele einer heutigen emanzipatorischen Sexualpädagogik, nämlich Selbstbestimmung und Kompetenzen im Umgang mit Sexualität, unumstritten sind, wird die Bedeutung von Sexualpädagogik als fördernde Lebensbegleitung von Kindern und Jugendlichen noch oft genug unterschätzt. Entsprechend geraten die positiven Aspekte von Sexualität - Lust, Freude und Genussfähigkeit - noch oft in den Hintergrund eines Diskurses, in dem es um Gewaltverhältnisse geht. Sexualpädagogik, die an die neuere Tradition von Präventionskonzepten anschließt, wird ihrer Aufgabe gerecht, wenn sie die "Erlaubnis zur Lust", die Stärkung von Mädchen und Jungen in Bezug auf ihr Körpergefühl, ihre Bedürfnisse und ihre Gefühle für Grenzen in den Mittelpunkt stellt, ohne die dunklen Seiten zu verschweigen.

Stange, H. (2001). Jugendsexualität und schulische Sexualerziehung. Lernchancen 4 (22), 6-14.

    Abstract:
    Der Autor diskutiert das veränderte Sexualverhalten von Jugendlichen sowie das Erziehungsziel des Sozialkundeunterrichts in der Schule.