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Grundschule

Gasteiger-Klicpera, B. (2002). Konfliktmediation in der Grundschule - eine Pilotuntersuchung. Heilpädagogische Forschung, 28 (2), 80-89.

    Abstract:
    Im Versuchs-Kontrollgruppendesign wurde ein Programm zur friedlichen Lösung von Konflikten durch Mediation an 122 Kindern vierter Grundschulklassen evaluiert. Das Programm umfasste 12 Klassensitzungen von je einer Schulstunde, mit zusätzlich drei Sitzungen zur Implementierung und Übung. Inhalte waren Arten von Konflikten und Konfliktregeln, richtiges Verhandeln, Emotionsregulation. Schließlich wurde die Mediation von Konflikten eingeübt und in den Klassen erprobt. Für die Evaluation wurden die Kinder vor Beginn der Intervention, nach Ende der Trainingssitzungen und vier Monate später befragt. Der Fragebogen für die Schüler umfasste Skalen zur Qualität der Klassengemeinschaft, dem eigenen Sozialverhalten, der Wahrnehmung des Verhaltens der Mitschüler sowie dem emotionalen Befinden in der Klasse. Auch die Lehrer wurden zum Klassenklima, zum Sozialverhalten und zur sozialen Kompetenz jedes einzelnen Schülers befragt. Sowohl nach Einschätzung der Lehrer als auch der Schüler reduzierten sich das aggressive Verhalten und die Viktimisierung der Schüler deutlich. Die Lehrer beobachten darüber hinaus eine Zunahme der sozialen Kompetenz der Interventionsgruppe, die sich vor allem in einer besseren Fähigkeit zum Lösen von Konflikten zeigt. Auch das Projekt selbst wurde von den Schülern positiv beurteilt.

Krüsmann, B. (2003): "Gesundheit! Ein Projekttag für die Grundschule", in: Grundschulmagazin, 71, 7-8, S. 53-56, ISBN / ISSN: 0724-3499; 0930-6943; 0943-3759.

Abstract:
Der Verfasser berichtet von einem in seinem 4. Schuljahr durchgeführten Projekttag Gesundheit, bei dem den übrigen Schülern der Schule die Unterrichtsergebnisse vorgestellt werden sollten. 8 Lernstationen laden zum klassenweisen Besuch ein.

Müller, C. & Petzold, R. (2003). Was kann bewegte Grundschule wirklich bewegen? Sportunterricht, 52 (4), 101-107.

    Abstract:
    Über das in Sachsen von 1996 bis 2000 durchgeführte Projekt zur bewegten Grundschule wird berichtet. In einer Längsschnittstudie wurden die Wirkungen des Konzeptes auf die Beteiligten der Bewegten Schule (Kinder. Lehrer, Eltern) untersucht. Im Längsschnitt verblieben nach vier Jahren 149 Versuchsschüler und 81 Kontrollschüler. Anhand der Ergebnisse werden die Effekte einzelner Teilbereiche der bewegten Grundschule (bewegter Unterricht, bewegte Pause) und die Wirkungen auf die Entwicklung der Kinder (Schulfreude, Lernfreude, Konzentrationsfähigkeit, motorische Leistungsfähigkeit, Unfallhäufigkeit) sowie auf das pädagogische Denken und Handeln der Lehrer dargestellt. Sie belegen den Nutzen des Konzeptes der bewegten Grundschule.

Wiesmann, U., Krause, C. & Hannich, H.-J. (2004). Selbstwertgefühl und Wohlbefinden im Grundschulalter. Psychomed, 16 (3), 159-172.

    Abstract:
    Der Lebensbereich Grundschule wird im Hinblick auf seine Bedeutung für die Selbstentwicklung untersucht. Da gesundheitliche Probleme im Grundschulalter hauptsächlich psychischer Natur sind, steht die Stärkung des Selbstwertgefühls und des Wohlbefindens im Vordergrund von gesundheitsfördernden Maßnahmen. Das Grundschulprojekt "Ich bin Ich - Gesundheit fördern durch Selbstwertstärkung" hat sich zum salutogenetisch begründeten Ziel gesetzt, Kinder über die Vermittlung von Lebensfertigkeiten (Life Skills) beim Aufbau von Ressourcen für die Bewältigung von Anforderungen aus der Lernumwelt zu unterstützen. Aus einer Vielzahl von Untersuchungen zur subjektiven Befindlichkeit und zum Selbstwertgefühl im Grundschulalter werden exemplarische Ergebnisse beschrieben. Es wird gezeigt, dass bereits für Grundschulkinder die Schule einen Stressfaktor darstellt, dass die Befindlichkeit im Lebensraum Schule in den Grundschuljahren abnimmt, und dass beständige Leistungsmisserfolge - illustriert am Beispiel von lern- und leistungsschwachen Kindern - das Selbstwertgefühl labilisieren.