Informationen zu Epilepsie - Anfallserkrankungen

In Mitteleuropa leiden 0,5–1 % aller Kinder unter einer Form von Epilepsie, die nicht zwangsläufig mit Krämpfen und Bewußtseinsstörungen verbunden sein muss. Die Ursache von epileptischen Anfällen ist eine vorübergehende Funktionsstörung im Gehirn ("Gewitter im Kopf"), die zu plötzlichen und unkontrollierten Bewegungs-, Verhaltens- oder Befindensstörungen führt. Die Auftretenshäufigkeit von Anfällen variiert dabei erheblich. So können zwischen den Anfällen Jahre vergehen, aber bei manchen Formen der Epilepsie können sie auch mehrmals pro Stunde auftreten.
Durch das Hinfallen, den Verlust des Bewusstseins und/oder wegen der unkoordinierten Bewegungen während eines epileptischen Anfalls ergibt sich für die Betroffenen und auch für ihre Mitmenschen eine gewisse Verletzungsgefahr und es bestehen einige Einschränkungen im täglichen Leben wie auch bei der Berufswahl. Daher muss die Diagnose von Epilepsien und Anfallserkrankungen ganzheitlich erfolgen, was bedeutet, dass neben schulmedizinischen Indikatoren auch psychologische und sozialpädagogische herangezogen werden müssen. Im Anschluss daran werden medizinische und sozialpädiatrische Behandlungen festgelegt.