Bewegungsförderung/Haltung

Bindel, T. (2003): "Gute Argumente allein reichen nicht - Sport und Gesundheitsförderung im Schulprogramm des Berufskollegs", in: Sportpädagogik, 27, 1, S. 50-52, ISBN / ISSN: 0171-4953.

Abstract:
Am Berufskolleg kämpft das Fach Sport gegen Kürzungen. Es wird eine Verdichtung des Unterrichts gefordert, um mehr Zeit in die berufliche Ausbildung investieren zu können. Für die allgemein bildenden Fächer sind deshalb Argumente gefragt, die eine Kürzung verhindern und ihren Umfang legitimieren. Das Schulprogramm als Chance für das Fach Sport an berufsbildenden Schulen.

Breithecker, D., Dordel, S. (2003): "Bewegte Schule als Chance einer Förderung der Lern- und Leistungsfähigkeit", in: Haltung und Bewegung, 23, 2, S. 5-15, ISBN / ISSN: 0178-3033.

Abstract:
Es werden die Zusammenhänge zwischen Motorik und Kognition, Einflüsse von Wahrnehmung und Bewegung auf das Lernen und die Lern- und Leistungsfähigkeit von Kindern erläutert. Es wird anhand von Untersuchungen die intelligenzfördernde Wirkung von Bewegungsprogrammen für Schüler dargestellt.

Brettschneider, W.-D. & Malek, C. (2005). „Walking Bus" - der aktive Schulweg. Eine Präventionsmaßnahme gegen körperliche Inaktivität und Übergewicht im Kindesalter. Sportunterricht, 54 (12), 368-373.

    Abstract:
    Vorgelegt wird eine Zusammenfassung zum Forschungsstand hinsichtlich der Ursachen für die Verbreitung von Übergewicht. Zugleich wird aufgezeigt, in welchem Masse die Lebenswelten von Kindern heute durch Inaktivität bestimmt werden. Am Beispiel des "Walking Bus" wird illustriert, wie Eltern und Lehrer gemeinsam der wachsenden körperlichen Inaktivität mit einfachen Mitteln wirksam begegnen können. Voraussetzung für den Erfolg des Projekts ist die emotionale Ansprache der Kinder und ein gewisses Maß an bürgerschaftlichem Engagement auf Seiten der Eltern.

Hartmann, P. & Bös, K. (2006). „200 Minuten Sportunterricht pro Woche". Der Nutzen von mehr Bewegung und Sport bei Förderschülerinnen und Förderschülern. Zeitschrift für Heilpädagogik, 57 (6), 227-235.

    Abstract:
    Für Förderschüler ist die Motorik von besonderer Bedeutung, motorische Kompetenzen sind für sie eine Chance zur Kompensation von Schwächen in anderen Lernfeldern. Im Rahmen einer experimentellen Untersuchung wurde die Effektivität des Unterrichtsprogramms "200 Minuten Sportunterricht pro Woche" über ein Jahr mit Schülerinnen und Schülern der Klassen zwei bis sechs überprüft. Das Unterrichtsprogramm erwies sich als hochwirksam. Vom Vortest zum Nachtest erzielten die Kinder in fast allen Testaufgaben bessere Endleistungen. Eine Fortführung dieses Projekts erscheint sinnvoll, da neben der Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit die Lehrer auch über positive Transferwirkungen auf andere Persönlichkeitsmerkmale berichteten.

Passauer, T. (2003): „Berufsschulsport, muss das sein? Eine Umfrage unter Schülerinnen und Schülern des BK Barmen – Europaschule“, in: Sportunterricht, 3, S. 80-83. ISBN/ISSN: 0342-2402

    Abstract:
    Einem ständigen Legitimationdsruck sieht sich das Fach Sport/Gesundheitsförderung in der Berufsschule ausgesetzt. Aus diesem Grund wurden in Verbindung mit einem Berufsschulsporttag über 900 Schüler eines kaufmännischen Berufskollegs zu ihrer sportlichen Aktivität in der Freizeit, ihrem Bewegungsverhalten am Arbeitsplatz, bereits bestehenden gesundheitlichen Beschwerden und ihrem Sportverständnis befragt. Die Ergebnisse der Fragebogenaktion zeigen, dass viele Schüler sich in Beruf und Freizeit viel zu wenig bewegen und die präventive und kompensatorische Wirkung des Sports nicht nutzen. Vielmehr treten gerade bei interaktiven Schülern vermehrt gesundheitliche Beschwerden auf, welche langfristig zu chronischen Erkrankungen führen können.

Schön, M. (2001): "Stehen bleiben! Dynamisches Stehen im Unterricht", in: LA-Multimedia, 1, S. 44-47

- ISBN / ISSN:   1432-8267
Abstract:
Ein in der Schulforschung bisher vernachlässigter Bereich sind biologische und lernbiologische Erkenntnisse und deren Einbeziehung in den Schulalltag. Die Gesundheitsforschung zeigt, dass Schüler aufgrund unpassender Sitzmöbel Haltungsschäden entwickeln und unter Bewegungsmangel leiden. Dies wirkt sich negativ auf die Konzentrations- und Lernfähigkeit aus. Es wird ein Projekt vorgestellt, bei dem mittels eines eigens angefertigten Stehpults der Unterricht abwechselnd im Stehen und Sitzen abgehalten wurde. Die anschließende medizinische Studie zeigt, dass die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sich verbesserte. Die Ergebnisse des Projekts führten auch zur Entwicklung eines neuen Schulmöbels.

Wenzel, D. u.a. (2003): "Musicals, Bewegung, Unterrichtsentwicklung. Lehrerinnen und Lehrer gestalten ihre Schule", in: Pädagogik, 55, 6, S. 14-17, ISBN / ISSN: 0933-422x.

Abstract:
Wie können einzelne, ehrgeizig angelegte Projekte zur Keimzelle der Veränderung einer ganzen Schule werden? Wie kann aus Impulsen und Ideen einzelner, von ihrem Anliegen überzeugter Kollegen etwas entstehen, mit dem sich im Nachhinein die ganze Schulgemeinschaft identifiziert? Anhand des Erfahrungsberichts wird deutlich, wie Einzelne, freiwillige Arbeitsteams und die Schulleitung zusammengewirkt haben.